Trinkwasserqualität und Trinkwasserverordnung

Wie gut ist das Leitungswasser in Deutschland?
Was darf laut Gesetz alles im Trinkwasser sein? 
Ist Mineralwasser gesünder als Leitungswasser? 
Hier finden Sie Antworten.

Das Gesundheitsbewusstsein wächst

Ob Bio-Produkte, die Wahl mit dem Fahrrad statt dem Auto zur Arbeit zu fahren oder regelmäßige Gesundheitschecks beim Arzt - in Deutschland ist das Gesundheitsbewusstsein fest in der Kultur verankert. Die Menschen legen immer mehr Wert auf Ihre Gesundheit und nehmen aktiv Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Förderung ihres Wohlbefindens. Doch trotz des wachsenden Bewusstseins für eine gesunde Ernährung und Lebensweise scheint nur selten jemand darüber nachzudenken, wie es um die Qualität unseres Trinkwassers bestellt ist. Dabei konsumieren wir tagtäglich Wasser, idealerweise sogar mehrere Liter.

Die Trinkwasservorordnung (TrinkwV) im Überblick

Die Trinkwasserverordnung und Grenzwerte können Sie hier nachlesen.

Jeden Tag tragen wir durch unsere Lebensweise maßgeblich zur Kontamination von Wasser und Umwelt bei. Eine Vielzahl von Substanzen, darunter Medikamente, Mikroplastik, Schwermetalle, Bakterien, Viren und chemische Komponenten aus Reinigungsmitteln, Kosmetika sowie aus der Landwirtschaft und Industrie, gelangen ungehindert durch Kläranlagen in natürliche Gewässer wie Flüsse und Seen. Auf diese Weise werden sie in den natürlichen Wasserkreislauf eingespeist und stellen eine erhebliche Gefahr für unsere Umwelt dar.

Das Bundesministerium für Gesundheit fungiert als die federführende Instanz für die Erstellung und Gestaltung der Trinkwasserverordnung. Die praktische Umsetzung dieser Verordnung obliegt hingegen dem Umweltbundesamt. Die regelmäßige Überwachung und Kontrolle der Trinkwasserqualität wird von den regionalen Gesundheitsämtern durchgeführt.

Die zuständigen Gesundheitsämter sind für die Prüfung der Wasserqualität in den Wasserwerken verantwortlich. Diese Wasserwerke führen ihrerseits Kontrollen am Punkt der Einspeisung des Wassers in das öffentliche Netz durch. Von diesem Zeitpunkt bis zur Entnahme des Wassers am Wasserhahn in Privathaushalten können jedoch Verunreinigungen im Leitungssystem die Qualität des bereitgestellten Trinkwassers beeinträchtigen. Dies bedeutet, dass die Wasserentnahmestellen in privaten Wohnungen und Häusern nicht in den Zuständigkeitsbereich der Gesundheitsämter oder der Wasserwerke fallen.

Die sogenannten Grenzwerte dienen dazu, die maximalen zulässigen Konzentrationen bestimmter Substanzen in unserem Leitungswasser festzulegen. Diese festgelegten Höchstwerte definieren, welche Stoffe in welchen Mengen als potenziell gesundheitsgefährdend angesehen werden. Es ist wichtig zu betonen, dass ein Grenzwert an sich keine Qualitätsbewertung darstellt. Vielmehr schafft er durch die Festlegung von Minimal- und Maximalwerten einen Rahmen, innerhalb dessen ein Produkt oder ein Verfahren akzeptiert werden kann.

In der Trinkwasserverordnung sind festgelegte Grenzwerte für chemische und mikrobiologische Parameter zu finden, die in der Regel auf dem Vorsorgeprinzip basieren. Das Überschreiten dieser Grenzwerte bedeutet nicht zwangsläufig eine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit. Die Konsequenzen hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter der betroffene Parameter, die Höhe der Überschreitung und ihre Dauer.

Im Falle von Grenzwertüberschreitungen hat die Identifizierung und Behebung der Ursache oberste Priorität, bevor Symptome behandelt werden. Das zuständige Gesundheitsamt prüft daher, ob die Überschreitung eine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit darstellt und sofortige Maßnahmen erfordert oder ob sie vorübergehend tolerierbar ist, bis Maßnahmen zur Behebung der Ursache ergriffen werden können.

Die Trinkwasserverordnung - zwischen Standards und Herausforderungen

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist ein entscheidendes Instrument zur Gewährleistung der Qualität unseres Trinkwassers in Deutschland. Sie regelt unter anderem Parameter wie die Konzentration von Schadstoffen, mikrobiologische Belastung und radioaktive Stoffe im Wasser.

Zum 24.Juni 2023 ist die neue Trinkwasserverordnung in Kraft getreten. Neben der Erweiterung um einen sogenannten risikobasierten Trinkwasserschutz wurden vor allem die Richtwerte bestimmter Schadstoffe verschärft. Die TrinkwV ist nun deutlich umfangreicher und hat sich nahezu verdreifacht. Dennoch sie ist nicht ohne Kritik.

Unzureichende Grenzwerte:

Die Trinkwasserverordnung legt Grenzwerte für verschiedene Schadstoffe und Substanzen im Trinkwasser fest. Kritiker argumentieren jedoch, dass diese nicht ausreichend aktualisiert wurden, um den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und den sich ändernden Umweltbedingungen gerecht zu werden.

Herausforderungen bei der Überwachung:

Die Überwachung der Trinkwasserqualität ist ein wichtiger Bestandteil der Trinkwasserverordnung. Allerdings könnten Engpässe und Ressourcenmangel in einigen Regionen zu unzureichenden Überwachungspraktiken führen.

Gefahr von Lobbyeinfluss

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den potenziellen Einfluss von Industrie- und Lobbygruppen auf die Ausgestaltung der Verordnung, der dazu führen kann, dass die Interessen der Umwelt und der Verbraucher nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Risiken durch Landwirtschaft und Industrie

Die Landwirtschaft und die Industrie sind bedeutende Quellen für Verunreinigungen, die ins Trinkwasser gelangen können. Einige Kritiker argumentieren, dass die Trinkwasserverordnung nicht ausreichend strenge Vorschriften für diese Sektoren enthält und somit die Wasserverschmutzung unzureichend kontrolliert wird.

Mineral-, Quell- und Tafelwasser​​

Wo liegt eigentlich der Unterschied?

Die Unterschiede zwischen Mineralwasser, Quellwasser und Tafelwasser liegen hauptsächlich in ihrer Herkunft und Zusammensetzung:

  • Mineralwasser: Mineralwasser stammt aus unterirdischen Quellen und muss von Natur aus rein und frei von Verunreinigungen sein. Es enthält natürliche Mineralstoffe, die je nach Quelle variieren.

  • Quellwasser: Quellwasser stammt ebenfalls aus unterirdischen Quellen, aber es kann leicht mineralisiert sein und wird oft in unmittelbarer Nähe seiner Quelle abgefüllt. Es wird weniger streng reglementiert als Mineralwasser.

  • Tafelwasser: Tafelwasser kann aus unterschiedlichen Quellen stammen, einschließlich Leitungswasser, und wird in der Regel künstlich mit Mineralstoffen versetzt. Es kann auch Kohlensäure zugesetzt werden. Tafelwasser unterliegt weniger strengen Anforderungen als Mineral- und Quellwasser.

Wie gut werden Mineral-, Quell- und Tafelwasserkontrolliert?​

Die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung (MTVO) regelt die Qualität von Mineralwasser und erfordert ebenfalls Tests, aber diese sind in der Regel seltener und weniger umfangreich. Mineralwasser wird von den Herstellern auf seine natürliche Reinheit und Zusammensetzung überwacht, bevor es in Flaschen abgefüllt wird. Dadurch kann die Qualität der einzelnen Mineralwässer stark variieren. Je nach gekauftem Mineralwasser und örtlichen Gegebenheiten kann es also gut sein, dass das Leitungswasser weniger unerwünschte Stoffe enthält, als das gekaufte Mineralwasser. 

Wie gut ist ihr Trinkwasser? ​

Wollten Sie schon immer mal wissen, ob das Wasser das Sie trinken wirklich rein ist?

Dann lassen Sie Ihr Wasser jetzt kostenlos und unverbindlich testen!

Entdecken Sie die Freiheit, pure Reinheit zu genießen.

Erleben Sie das erfrischende Gefühl von Wasser, das frei von Verunreinigungen ist. Investieren Sie in Ihre Lebensqualität und in eine bessere Zukunft. Wählen Sie unseren Wasserosmosefilter und erleben Sie Wasser in seiner reinsten Form.